Das Leben des Künstlers in aller Kürze...

 

1906 Otto Flath wird am 9. Mai in Staritzke bei Kiew geboren.

1914 Er wächst in einer Großfamilie in einfachen, bäuerlichen          Verhältnissen auf. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges wird der Vater nach Sibirien verbannt. Seine Mutter mit sieben Kindern wird aus dem Hause vertrieben und in einem russischen Haus in Charkow untergebracht.

1917 Die Familie wird aus Russland ausgewiesen und wartet in Riga zwei Jahre während der laufenden Revolution auf ein deutsches Schiff.

1919 Die gesamte Familie mit dem aus Sibirien entlassenen Vater gelangt nach Kiel. Dort besucht Flath erstmals die Schule, die er in drei Jahren durchläuft. Anschließend absolviert er eine Lehre zum Elfenbeinschnitzer. Um nicht arbeitslos zu sein arbeitet er danach mit einem Stipendium in der Holzbildhauerklasse der Kunst- und Gewerbeschule Kiel.

1932 Otto Flath schliesst Bekanntschaft mit dem Ehepaar Willy und Ellen Burmester und arbeitet mit ihnen in einer Künstlergemeinschaft.

1935 Otto Flath zieht nach Bad Segeberg um. In den folgenden Jahren entsteht dort eine Ausstellungshalle für die oft meterhohen Werke.  Jedes Jahr strömen in diese Halle Tausende von Besuchern, so dass ein Freundeskreis mit etwa 500  Mitgliedern gegründet wird.

1954 Gerda Orthmann, seit 1954 Mitarbeiterin und später über lange Zeit erste Vorsitzende des Otto-Flath-Kreises publiziert mehrere Bücher zur Kunst Otto Flaths. Sie ist über die letzten  neun Jahre seine Lebensgefährtin nach dem Tode des Ehepaars Burmester.

1971 Otto Flath wird Ehrenbürger der Stadt Bad Segeberg.

1975 An seinem 75. Geburtstag erhält der Künstler anlässlich seiner herausragenden Leistungen das Bundesverdienstkreuz am Bande. Ebenso wird eine Strasse in Bad Segeberg nach ihm benannt.

1987 Otto Flath verstirbt am 10. Mai 1987 im Hause.

Sein Werk wird einer kommunalen Stiftung übergeben und von der Stadt Bad Segeberg verwaltet. Der Freundeskeis wird aufgelöst.

 

Otto Flath schuf alleine und ohne große Maschinen deutlich mehr als 3.500 Holzskulpturen, über 50 Altäre (die im In- und Ausland zu finden sind) und mehr als 20.000 Aquarelle und Zeichnungen. Von diesen lagern etwa 10.000 -überwiegend für die Öffentlichkeit unzugänglich- in seinem ehemaligen umgebauten Wohnhaus.

Neuerscheinung:

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